BildSonnigen Tag! Jetzt bin ich vierzehn Wochen alt und habe deutlich weniger Hundis gesehen als Zweibeiner. Die sind überall! Im Wald beim Spaziergang. Auf der Straße, wenn ich aus Herrchens rollender Kiste sehe. Und in der Ansammlung von Steinen und Glas, die sie Stadt nennen. Herrchen war mit mir in einer Zone – einer Zu-Fuß-Geher-Zone oder so ähnlich. Da waren massenhaft Zweibeiner um mich herum. Ich habe aber keine Angst gehabt, obwohl die sehr groß waren. Sie benahmen sich nämlich sehr nett, lächelten mich an und sagten: „Na, du Kleine?“

Herrchen meint, das ändert sich, wenn ich älter werde. Momentan hätte ich den „Süße-Bonus.“ Später würden sich die Zweibeiner nicht mehr so sehr über meinen Anblick freuen. „Bei den Menschenkindern ist es ebenso“, sagt Herrchen. „Babys finden alle goldig. Aber größere Kinder, die toben und Fußball spielen und sich wild am Leben freuen, werden Quälgeister und Plagen gerufen und manchmal leider auch gehauen.“

Ob das stimmt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Zweibeiner böse sein können. Auf der anderen Seite hat mir ein Herr, den ich auf dem Feld traf, gesagt: „Du gehst gerne zu Menschen. Du hast noch nichts Schlimmes erlebt.“

Ja, was soll ich denn Schlimmes erlebt haben? Was tun die Zweibeiner schreckliches? Ich glaube, ich will es gar nicht wissen.

Was ich mitbekommen habe, ist ihre Unhöflichkeit untereinander. In de Stadt oder im Wald gehen sie grußlos aneinander vorbei. Wir Hunde pflegen unsere … wie heißt das Wort? … ah ja … „Sozialkontakte“ besser. Wir beschnuppern uns und zeigen ehrlich, was wir vom anderen halten. Könnte sein, dass die Zweibeiner eher zum Tarnen und Täuschen neigen und ihre wahren Absichten verbergen.

Auf dem Foto sehr Ihr übrigens einen meiner Lieblingszweibeiner: meine Nanny! Das ist die Mama von meinem Herrchen. Sie spielt mit mir, gibt mir Kekse und ist immer für mich da, wenn Herrchen mal weg muss und keine Zeit hat. So eine Super-Nanny wünsche ich jedem! 🙂

Auch viele Freunde von Herrchen habe ich kennengelernt. Susanne, Verena, Alex, Steffen und Lisa. Nach diesen aufregenden Besuchen muss ich immer schlafen. Wo ich schlafe, verrate ich Euch nächstes Mal!

Wir riechen uns!

Eure Gina