BildSonnigen Tag! Heute beginne ich mal mit einem Gedicht:

Herrchens Hände sind total verschrammt, was bestimmt von meinen Zähnen stammt!“ 🙂

Wir Hundis raufen nun mal gerne zum Spaß mit unseren Artgenossen. Besonders die Retriever, zu denen ich gehöre, lieben es, sich mit den Pfoten zu umarmen, in die Lefzen zu beißen, an den Ohren zu ziehen, auf dem Boden herumzuwälzen und dabei wohlige Brumm-Laute auszustoßen. So ähnlich spielt Herrchen mit mir als Belohnung für eine gut abgeschlossene Übung. Oder auch mal zwischendurch, wenn ihm danach ist. Wann wir miteinander toben und wie lange, bestimmt er. Das hat wieder mit dieser Rangordnung im Rudel zu tun, von der ich schon erzählt habe. Die Chefs im Ring entscheiden über die Anzahl der Runden. Okay, von mir aus. Ich gönne Herrchen dieses Privileg. Was er allerdings nicht verhindern kann ist, dass er sich beim Nahkampf mit mir ein paar Kratzer und Schrammen holt 😉

BildDa kenn` ich keine Hunde-Eltern und meine Welpen-Zähnchen sind scharf wie kleine Nadeln. Aber nicht mehr lange. Denn: „Oh weh, mir fallen die Fähne auf!“ 

Entschuldigung, das sollte natürlich heißen: „Mir fallen die Zähne aus.“ Aber wenn ich nicht nur denken, sondern auch sprechen könnte, würde ich mich mit meinen Zahnlücken derzeit ungefähr so anhören. Grund zur Besorgnis besteht jedoch nicht. Ich muss nicht für den Rest meines Lebens zahnlos sein. Ich entwachse lediglich dem Milchzahn-Alter und bekomme mein bleibendes Gebiss. Wobei das mit dem „bleiben“ so eine Sache ist. Genau wie die Zweibeiner müssen wir unsere Zähne pflegen (zum Beispiel, indem wir harte Hundekuchen oder Stöcke kauen), sonst werden sie krank und fallen aus. Und das tut dann genauso weh, wie mein derzeitiger Zahnwechsel in der Kleinkindphase. Herrchen hat einen ausgefallenen Fangzahn aufgehoben (siehe Foto unten).

Ach, es ist schon eine Last mit diesen Hauern. Du kriegst sie unter Schmerzen und verlierst sie wieder unter Schmerzen. Ist das von der Natur nicht merkwürdig eingerichtet?

BildNun, als Hund eines Philosophen schnappe ich ja die eine oder andere Gedankenblase auf und kann daher folgende Theorie anbieten. Der Zahnwechsel ist ein Spiegel für den Kreislauf des Lebens. Werden und vergehen. Geburt und Tod. Sich finden und wieder trennen. Altes geht, damit Neues entstehen kann. Dabei bleiben Schmerzen nicht aus. Wow! Äh … ich meine: Wuff!

War ich jetzt aber tiefsinnig! Das liegt wohl daran, dass ich aus Nortorf stamme, dem tiefsten Punkt Deutschlands! 😉

Philosophen und Schreiberlinge wie mein Herrchen sitzen übrigens gerne in Cafés herum und tun nichts außer in die Gegend zu gucken. Laaangweilig!

Wie Herrchen versucht, mir den Spaß an der Café-Hockerei beizubringen, werde ich demnächst berichten.

Wir riechen uns

Eure Gina

P.S.. Die Webseite von meinem Herrchen heißt www.sonnige-sendung.de. Da steht auch alles über seine philosophischen Bücher, die er für die kleinen und großen Zweibeiner schreibt.