BildSonnigen Tag! Hier seht Ihr mich mit meiner Tante Kimba. Wir verstehen uns mittlerweile echt gut und bei Spaziergängen passt Kimba wie eine Mama auf mich auf, damit ich unterwegs nicht verloren gehe. Ich bin jetzt 18 Wochen alt – das bedeutet, ich bin kein Welpe mehr, sondern ein Junghund! Boah! Junghund! Das klingt schon richtig erwachsen, findet Ihr nicht?

Nun ja, wenn ich ein kleiner Zweibeiner wäre, dann wäre mein derzeitiges Entwicklungsstadium wohl mit einem Schulkind in der ersten Klasse vergleichbar. Dazu passt auch mein Milchzahnlücken-Gebiss prima! Mein neuer Lebensabschnitt vom Welpen zum Junghund hat einige Veränderungen mit sich gebracht. Hier mal das Wesentliche im Überblick:

  • Ich bekomme keine Welpenmilch mehr unter mein Futter gerührt. Stattdessen gibt es körnigen Frischkäse – mhm, lecker! 🙂
  • Herrchen und ich schlafen nicht länger auf der Matratze vor dem Bett, sondern ganz gemütlich im großen Bambusbett, weil ich mich dort inzwischen gut benehme, nicht rumturne, sondern an Herrchens Füßen zusammengerollt schlafe (so kann ich ihn Morgens auch prima wecken, indem ich ihm die Zehen ablecke)
  • meine Spaziergänge am Nachmittag werden länger (ein gutes Stündchen)
  • Herrchen spielt neue Apportierspiele mit mir (Details darüber bei Gelegenheit)

Es gibt auch ein paar Dinge, die ich nicht mehr mache im Gegensatz zu meiner frühen Welpen-Phase:

  • ich springe nicht mehr am Küchentisch hoch, wenn Herrchen mein Futter zubereitet
  • ich sitze brav in der rollenden Kiste namens Auto ohne zu weinen
  • wenn Herrchen mal kurz aus der Wohnung geht, dann weine ich auch nicht mehr, weil ich gelernt habe, dass er immer wieder kommt und mir etwas Schönes mitbringt
  • ich spucke Zeugs, das ich unterwegs aufgesammelt habe, schneller aus, wenn ich das Wort „Aus“ höre
  • ich bin zu 90 Prozent stubenrein (zumindest in Herrchens Höhle)

So hat jede Ära im Leben von Vier- und Zweibeiner ihre ganz besonderen Reize, Tücken und Schönheiten, denke ich. Mit jedem neuen Tag, den man über diese Erde schnuppert, lernt man ein Stückchen mehr über die Welt, sein Rudel und sich selbst. Und jeder Abschnitt ist wichtig und hält seine Freuden parat.

Nehmen wir zum Beispiel Flame, eine Golden Hündin, die mir geschrieben hat und auch von der Redpine Zucht stammt wie ich. Sie ist inzwischen 13 Jahre alt und pflegt immer noch ihre Stofftiersammlung. Ist das nicht cool? Ich hoffe, dass ich auch noch viele, viele Abenteuer erleben darf in meinem Retriever Leben. Ich freue mich schon auf eine Zeit die „Pubertät“ genannt wird. Die soll sehr spannend sein, habe ich gehört. Ob Herrchen davon auch begeistert sein wird? Vielleicht kriege ich dann noch häufiger als heutzutage einen „Ausraster“, wie er das nennt. Was ich in diesen lustigen Momenten treibe und wie Herrchen darauf reagiert, berichte ich beim nächsten Mal.

Wir riechen uns!

Eure Gina