BildSonnigen Tag! Dieser Tage musste ich einen außerplanmäßigen Stopp beim Onkel Doktor einlegen. Ich hatte zu viel vom frischen, nassen Gras gemampft – und bekam Flitze-Kacke! 🙂

Herrchen und ich sind mit dem „Tier-Taxi“ von Opa (also Herrchens Vater) gefahren, weil seine rollende Kiste noch viel schneller ist. Mein Doktor wohnt nämlich ein paar Kilometer von Frankfurt weg, müsst Ihr wissen. Genauer gesagt in Darmstadt-Eberstadt. „Darmstadt“ – Hihi! Kein Wunder, dass er sich so gut mit Flitze-Kacke auskennt 😉

Er heißt Doktor Göbel und ist super nett und sehr gescheit. Wenn ich ihn sehe, mache ich mir vor Freude in die Hose (bzw. auf seinen Parkett-Boden). Nach seinem Spezial-Cocktail, den er mir ins Hinterteil gespritzt hat (hab nix gemerkt!), ging es mir gleich besser. Außerdem hat mir Herrchen ein besonderes Menü serviert: Huhn mit Reis. Leicht verdaulich und schmeckt köstlich!

Ich finde diese Sonderbehandlung richtig, denn Kranke müssen gepflegt und umsorgt werden. Leider habe ich gehört, dass die Zweibeiner ihre Schwachen, Gebrechlichen und Alten oft gar nicht liebevoll behandeln, weil ihnen dafür die Zeit, das Geld oder die Lust fehlt. Wie traurig…

Es gibt auch Zweibeiner, die von Geburt an eine Schwäche haben – die nennt man „behindert“. Komisches Wort. Zwei Freunde von Herrchen, Steffen und Lisa, waren letzten Samstag zu Besuch. Sie gehören zur Behinderteninitiative Allenstein. Eine Gruppe, die schwächeren Zweibeinern hilft, stark und mutig durchs Leben zu gehen. Ich mag Steffen und Lisa und alle Zweibeiner, die so sind wie die beiden. Weil ich verstehen kann, wie sie sich fühlen, wenn sie von anderen ausgelacht oder ausgegrenzt werden. Das ist, wie wenn wir Hundis vor bestimmten Läden sitzen bleiben müssen, weil ein Schild uns den Zutritt verbietet. Warum, frage ich mich? Weil wir „anders“ sind? Schmutz hineinbringen? Sind denn die Zweibeiner, die in die Geschäfte gehen, alle sauber? Vielleicht äußerlich. Aber innen drin?

Ich find`s auch schlimm, dass manchen Zweibeinern, die in rollenden Stühlen sitzen müssen, das Leben so schwer gemacht wird. Es gibt viel zu viele von diesen blöden Treppen in den Häusern und Städten, die nur mit Mühe zu überwinden sind. Oh ja, damit kenne mich ich aus. Weil ich ebenfalls meine Probleme mit Treppen habe. Ich weiß nämlich noch nicht, wie man sie richtig hoch und runterläuft, ohne auf die Nase zu plumpsen. Deshalb muss ich immer am Anfang der Treppe stehen bleiben, damit Herrchen mich auf den Arm nehmen und tragen kann. Er hat aber versprochen, mir in ein paar Wochen das Treppenlaufen beizubringen. Bin gespannt, wie er das anstellen will. Vielleicht legt er auf jede Stufe ein Stück von meiner geliebten Banane – das wäre ein schöner Anreiz für mich 😉

Ich halte Euch auf dem Laufenden. Wir riechen uns!

Eure Gina