Die Welt aus der Sicht eines Golden Retrievers

Monatsarchiv: Januar 2014

DSC_0186Sonnigen Tag! Und ein wuffiges neues Jahr! 🙂

Gell, ihr habt gedacht, dass ich den Start ins Jahr verschlafen habe, weil es erst jetzt einen neuen Blog Eintrag von mir gibt. In gewisser Weise stimmt die Vermutung sogar 😉

Aber der eigentliche Grund ist, dass mein Herrchen wieder an seinen komischen Büchern schreibt und weniger Zeit hat, meine Gedanken aufzuschreiben.

Dabei ist so viel passiert – und alles über Nacht!

Erst gab es die Heilige Nacht, das Weihnachtsfest. Ich habe mich ordentlich benommen (Herrchens Erwartungen zum Trotz!), den Tannenbaum stehen gelassen und die Pute nicht aufgefressen. Dafür habe ich zwei sehr schöne Geschenke bekommen. Ein dickes Stofftier, mit dem ich toben kann, und eine gaaanz lange Schleppleine, an der mich Herrchen spazieren führt. Dadurch habe ich viel mehr Freiheit, ohne ausbüxen zu können, und Herrchen hat die Möglichkeit, mit mir „Herankommen“ und „Sitz“ und „Platz“ auf Entfernung zu üben.

Nach Weihnachten kam die Nacht mit den bunten Lichtern und dem „Bumm Bumm“ am Himmel. Während der Knallerei lag ich in meinem Körbchen und schlummerte. Als ich kurz wach wurde, habe ich Herrchen Pfeife rauchend am Fenster stehen sehen, während er mit seinen Freunden Steffen und Lisa telefoniert hat. Also alles wie immer, dachte ich, und habe weiter geschnarcht…

Seit den Feiertagen darf ich mit Herrchen am Tisch von Nanny, Opa und Tante Kimba sitzen, während sie zusammen essen. Früher ging das nicht, weil ich über Tisch und Bänke gesprungen bin und die Tante Kimba geärgert habe. Das mache ich jetzt nicht mehr. Ich bin vernünftiger geworden – über Nacht.

Tja, und dann kam der Morgen, an dem Herrchen entdeckte, dass ich „heiß“ bin. Oder „läufig“, wie die Zweibeiner auch dazu sagen. Meine erste Hitze. Mein Schritt in die Welt der großen Hündinnen wie Tante Kimba. Ich bin also erwachsen geworden – über Nacht.

Doch erwachsen bedeutet nicht, dass ich keine Lust mehr habe, zu spielen, zu springen und wild zu sein. Den Welpen in mir vergesse ich noch lange nicht.

So sollten es die Zweibeiner auch halten, finde ich. Statt zu grübeln und daran zu denken, was wohl Morgen sein wird, sollten sie immer wieder das Kind in sich entdecken. Im Augenblick leben, spielen, sich begeistern, strahlen und fröhlich sein. Sonst stellen sie eines Tages fest, dass sie ganz schön alt geworden sind – über Nacht.

Eure Gina

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