Die Welt aus der Sicht eines Golden Retrievers

Monatsarchiv: Mai 2014

DinoSonnigen Tag! Auf dem Bild seht Ihr wie es derzeit aussieht, wenn ich mit Herrchen spazieren gehe 🙂

Des Hundes Wille ist sein Himmelreich. Und da mein Name übersetzt „Himmelskönigin“ bedeutet, ist ja klar, wer in meinem Himmel die Regentschaft hat. Heißer Tipp: Herrchen ist es nicht – auch wenn er sich tapfer darum bemüht 😉

Ja, ja, momentan mache ich es ihm nicht gerade leicht. Meine Stimmungen schwanken heftiger als das Wetter. Mal bin ich schmusig und anhänglich, dann wieder eigensinnig und auf Krawall gebürstet. Habe mir aber von erfahrenen (Hunde)Eltern sagen lassen, das wäre in diesem meinem Lebensabschnitt völlig normal. Wir pubertierenden Teenager haben nun mal unsere Launen – und akzeptieren keine Autorität außer unserer eigenen! Wuff, ich habe gesprochen!

Herrchen nennt das eine „schwierige Phase“. Schätze, da müssen wir wohl beide durch. Vor ein paar Wochen steckte ich schon mal in einer „Phase“. Die nennt sich Scheinschwangerschaft. Nach meiner ersten Läufigkeit fing ich an, Höhlen zu graben für meinen eingebildeten Nachwuchs. Ich grub feinste Löcher – im Wald, im Garten, in meinem Korb, auf dem Sofa, dem Teppich und unserem Bett. Fand Herrchen nicht so lustig. Meinte, das Zeug ginge kaputt, wenn ich dauernd darauf rumkratze. Ts, Ts, Ts … ich frage euch, was wichtiger ist: der Schutz meiner Fantasie-Babies oder die Unversehrtheit der Polster? Klare Sache, oder? 😉

Als ich dann feststellte, dass ich keine Mama wurde, stellte ich das Dauer-Schaben wieder ein – und benehme mich seither selbst wieder wir ein kleines Baby. Herrchen sagt, statt einen Schritt vorwärts in meiner Entwicklung, habe ich drei Schritte zurück gemacht. Ich springe ihn wieder an beim Spazierengehen, zerre an Klamotten, nage am Teppich, ignoriere Kommandos und manchmal scheine ich sogar meinen Namen vergessen zu haben. Auf den Ruf „Gina“ reagiere ich jedenfalls nicht sofort. Auch nicht auf die anderen Kosenamen, die Herrchen mir bei diesen Gelegenheiten gibt wie „Stinker“, „Kröte“ oder „Säukopf“. Ich komme genau dann, wenn ich es will – keine Sekunde früher 🙂

Tja, da bleibt meinem Zweibeiner nichts weiter übrig, als sich in geduldiger Konsequenz zu üben, immer und immer wieder mit mir zu trainieren und zu hoffen, dass die Trotz-Phase bald vorbei geht.

Ich riech Euch später…

Eure Gina

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