Die Welt aus der Sicht eines Golden Retrievers

Wau-Wau-Wagen

Gina BeifahrerSonnigen Tag!

Der Mai ist gekommen, die Hunde fahren aus 🙂

Ja, die rollende Kiste meines Herrchens ist jetzt ein echter Wau-Wau-Wagen. Denn seit ein paar Wochen werde nicht nur ich darin befördert, sondern auch meine Tante Kimba. Zugegeben, am Anfang habe ich ziemlich blöd geguckt, wer da noch mit einsteigt, und bin auf meinem Sitz auch ein bisschen zappelig gewesen. Aber dann haben Tante Kimba und ich uns arrangiert und die ideale Position gefunden. Meist sitzen oder liegen wir eng beieinander und kuscheln – es soll Zweibeiner geben, die ihr Auto auch zu diesem Zweck benutzen, habe ich gehört 😉

Inzwischen finde ich es sogar richtig schade, wenn meine Tante mal nicht dabei sein kann, so sehr habe ich mich an meine Beifahrerin gewöhnt. Zu zweit machen AusflĂŒge ins GrĂŒne ja auch viel mehr Spaß!

Apropos Ausflug: Ein schönes Ziel fĂŒr alle, die sich einen lieben Wauzi zulegen möchten, ist das Tierheim Penkta Kolja in Litauen. Die Fahrt dorthin ist gar nicht mal so weit – 14 Stunden oder so 😉

Es lohnt sich, denn die Wuschels dort sind wirklich sĂŒĂŸ und suchen dringend ein liebevolles Zuhause. Schaut euch mal meine Kollegen an auf der Facebook-Seite des Heims:

https://www.facebook.com/Penkta-Koja-Hunde-suchen-ein-Zuhause-1552027451758772/timeline

Wie ich auf diese Adresse komme? Maike, eine Autoren-Freundin meines Herrchens, engagiert sich dort vorbildlich – und sie hat in ihrem Blog auch einen lesenswerten Artikel ĂŒber den kleinen Toffee geschrieben. Mehr dazu hier: http://meanwhileinlithuania.jimdo.com/der-tapfere-toffee/

Zum guten Schluss möchte ich noch zwei besonders liebe Fans von mir grĂŒĂŸen: Steffen und Lisa! Die beiden haben ein Foto von mir eingerahmt und in ihrem Wohnzimmer aufgehĂ€ngt. Wow! Ehre, wem Ehre gebĂŒhrt! 🙂

Genießt die Sonne und bis bald

eure Gina

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Feiern mit Krawatte!

Sonnigen Tag!

Und eine frohe Osterzeit! Wie ihr seht, habe ich den Festbraten schon beim Wickel 🙂

Ostern ist ja das Fest der Auferstehung – und so erwacht auch mein Blog wieder zum Leben. Kaum zu glauben, aber wahr: Das ist mein erster Eintrag in diesem Jahr!

Nein, ich bin nicht gedankenlos geworden. Es liegt daran, dass Herrchen so viele andere Dinge aufschreiben muss. HauptsĂ€chlich eine neue Krimi-Serie, die im Frankfurt der 70er Jahre spielt. Darin ĂŒbernimmt ein Wauzi eine wichtige Rolle. Die Dame heißt zwar nicht Gina, sondern Abba, doch auch ihre Gedanken kann man in den BĂŒchern lesen. Ich mag sie, weil wir uns Ă€hnlich sind. Abba ist ein wenig verfressen, ziemlich schlau und bewacht ihren Chef, den besonnenen Kommissar Joe Platow (einen Link zur Serie findet ihr unter dem Text). Der grauhaarige Gentleman-Polizist raucht Pfeife, mag keine Pistolen und ist immer gut gekleidet mit Anzug und Krawatte. Ich persönlich habe nichts gegen Krawatten, weil ich nĂ€mlich selbst welche trage, wenn ich ausgehe. Bei uns Vierbeinern sagt man gewöhnlich „Leine“ dazu.

Leider scheinen die Wauwau-Krawatten aus der Mode zu kommen. Vor zwanzig Jahren, habe ich mir sagen lassen, konnte man viel mehr meiner Artgenossen mit dem Halsschmuck auf der Straße sehen. Ist ja auch sicherer im Verkehr, fĂŒr uns und unsere Mitmenschen – besonders, wenn man wie ich in der Großstadt lebt. Damals gab es die Leinenpflicht in der City noch nicht. Trotzdem nahmen die Herrchen und Frauchen ihre Fellnasen bereitwillig „an die Kordel“. Vor allem dann, wenn ihnen ein anderer angeleinter KlĂ€ffi entgegen kam. Ist sonst unfair. Spielregeln, egal ob schriftlich fixiert oder nicht, sollten fĂŒr alle gelten.

Doch inzwischen hat sich ein neuer Oben-Ohne-Trend durchgesetzt. Bei unseren SpaziergĂ€ngen sehen wir immer hĂ€ufiger Menschen, die ihre Hunde nackig durch die Gegend springen lassen und dadurch ihre Lieblinge und andere in Teufels KĂŒche bringen. Obwohl heutzutage die Krawattenpflicht in den StĂ€dten herrscht – oder gerade deswegen? Könnte es sein, dass die Zweibeiner aus Trotz immer genau das Gegenteil von dem tun, was sie machen sollen? Sehen sie Regeln grundsĂ€tzlich als Freiheitsberaubung an und widersetzen sich mit Absicht? Ist RĂŒcksichtnahme keine SelbstverstĂ€ndlichkeit, die man eigentlich gar nicht verordnen mĂŒsste?

Also, ich wĂŒrde mich nie derart kindisch auffĂŒhren. Wenn Herrchen etwas von mir verlangt, reagiere ich sofort – sofern ich es möchte 😉

Bis hoffentlich bald!

Eure Gina

Link zum Krimi „Kommissar Platow“

Feste feiern

Gina X-Mas

Alles Gute fĂŒr mich! Hoch soll ich leben, dreimal hoch!

Heute, am 18. Dezember, feiere ich meinen Geburtstag. Ich werde schon drei Jahre alt! Wuff, wie die Zeit vergeht …

Einige meiner Wurfgeschwister aus der Redpine Zucht haben bereits an Ausstellungen und Wettbewerben teilgenommen und Auszeichnungen gewonnen. Streber!

Ich bin und bleibe der Klassenclown, der lieber lustige MĂŒtzen aufsetzt als sich vor Preisrichtern zu prĂ€sentieren. Mir sind TrophĂ€en und Diplome egal. Die Gesellschaft der Zweibeiner legt ohnehin zu viel Wert auf Leistungen. Als ob nur der liebenswert ist, der etwas Herausragendes zustande bringt.

Ich habe von einem Typen gehört, dem ging es Ă€hnlich wie mir. Seine liebsten BeschĂ€ftigungen waren essen und spazieren gehen. Na ja, zwischendurch hat er noch ein bisschen geredet. Aber er hat nichts von dem erreicht, was viele Zweibeiner heutzutage als Erstrebenswert ansehen. Er hatte keinen hoch bezahlten Job, keine Aktienpakete, keine Villa und kein teures Auto. Er war nie in einem politischen Amt, trat in keiner Talkshow auf, produzierte keine Filme, Musik oder BĂŒcher. Ja, er hatte noch nicht mal eine eigene Familie, soweit ich weiß. Er war ein einfacher Handwerker. Und trotzdem hat dieser Mann den Menschen Freude geschenkt, so wie ich meinem Rudel. Einfach, weil er da war und gezeigt hat, wie schön alles sein kann, wenn man sich lieb hat. Dadurch hat er mehr erreicht als all die VerrĂŒckten von heute, die glauben, man mĂŒsse die Welt mit Gewalt verĂ€ndern.

In ein paar Tagen hat dieser holde Knabe auch Geburtstag und ich freue mich darauf, unterm Tannenbaum mit ihm zu feiern. Er wird 2015 Jahre alt, oder so Ă€hnlich. Ich wĂŒnsche mir von ihm fĂŒr jedes Jahr einen Pansenstengel – und wenn ich die alle verputzt habe, beschere ich meinem Herrchen wieder eine Fahrt zum Onkel Doktor – HO HO HO! 🙂

Frohes Fest euch allen!

Eure Gina

Der Frust mit der Brust

Gina Zitzen

Sonnigen Tag! Reden wir mal ĂŒber ein Frauenthema. BrĂŒste. Oder wie sie bei uns Wauzis heißen: Zitzen. Normalerweise haben wir davon zehn StĂŒck. MĂ€nnliche Leser dieses Blogs werden sich jetzt wahrscheinlich wĂŒnschen, dass es bei den Zweibeinern auch so wĂ€re 😉

Aber, meine Herren: FĂŒr uns sind die Hupen nicht immer Grund zum Jubeln.

Denn wo viel ist, da kann es auch reichlich Probleme geben.

Neulich war ich lĂ€ufig, dann ein bisschen scheinschwanger (mit den typischen Symptomen wie Höhlen bauen, im Essen rumstochern etc.) und plötzlich fĂŒhlte Herrchen beim Abtrocknen meines Fells, dass meine hinteren Zitzen so dick waren wie Pampelmusen! Na ja, vielleicht nicht ganz so groß. Doch angeschwollen waren sie und taten ganz doll weh, wenn sie mit irgendetwas in BerĂŒhrung kamen. Weshalb ich auch etwas langsamer spazieren ging als ĂŒblich. Die Melonen scheuerten an meinen Schenkel. AUA!

Herrchen guckte im Internet, was mir fehlen könnte. Aber besser als Dr. Google ist allemal Doktor Göbel in Darmstadt-Eberstadt. War natĂŒrlich Wochenende, doch der gute Doc hat auch Samstagabend fĂŒr mich Zeit. Also bin ich von Opa hingefahren worden (ich hab den besten Chauffeur der Welt), wurde untersucht und bekam eine wunderbare Mastitis (GesĂ€uge-EntzĂŒndung) diagnostiziert. Durch ein Antibiotika-Spritzchen, Tabletten und Tropfen gegen die blöde Scheinschwangerschaft bin ich wieder auf dem Weg der Besserung. Die Schwellung ist zurĂŒckgegangen und ich springe wieder wie ein Flummi herum.

Tja, als Dame hat man eben so seine Last mit den Möpsen – und dabei meine ich ausnahmsweise nicht meine Hunde-Kollegen 🙂

Eure Gina

Paradiesisch

Sonnigen Tag!

Am Geburtstag meiner „Nanny“ durfte ich mit meinem Rudel eine wunderschöne Wanderung am Main rund um das Kloster MĂŒnsterschwarzach unternehmen.

Gina Kloster 1Die Sonne stand lachend am Himmel, die Landluft war frei vom Großstadtmief und das saftige Gras auf der Wiese schmeckte nicht nur den KĂŒhen, sondern auch mir ganz hervorragend.

Gina Kloster 2Auf dem Heimweg meinte Herrchen, ich solle fĂŒr den tollen Tag dankbar sein. Das sei ich viel zu selten. Ich dĂŒrfe unsere tĂ€glichen Spazierfahrten in den Wald oder die Berge nicht als SelbstverstĂ€ndlichkeiten hinnehmen. Ebenso wenig die Tatsachen, dass mein Futter jeden Tag eine andere Geschmacksrichtung hat, ich einen Sack voller Spielzeuge und ein eigenes Kuschelbett besitze. Nicht allen Hundis auf der Welt ginge es so gut wie mir.

Damit hat Herrchen wohl recht. Meine deutschen Hundefreunde leben zwar auch luxuriös, doch in anderen LĂ€ndern ergeht es meinen Artgenossen nicht gerade paradiesisch. Sie leben auf der Straße, mĂŒssen hungern und frieren. Niemand streichelt sie, spielt mit ihnen oder bĂŒrstet ihr Fell. Wer einmal einen Blick ĂŒber den Rand des gut gefĂŒllten deutschen Hundenapfs werfen möchte, dem empfehle ich den Blog einer Autoren-Freundin meines Herrchens. Unter http://meanwhileinlithuania.jimdo.com/auf-vier-pfoten/ schreibt Maike Egidi ĂŒber das Leben der Wauzis in Litauen. Guckt mal rein!

Gina Kloster 3Zu meiner Ehrenrettung möchte ich betonen, dass ich nicht von Natur aus undankbar bin. Ich habe mir diese Untugend von den Menschen abgeschaut. Viele Zweibeiner wissen ja nicht zu schĂ€tzen, was ihnen tĂ€glich geschenkt wird. Etwa die Möglichkeit, dass Essen auszuwĂ€hlen (anstelle der Frage, ob ĂŒberhaupt etwas auf den Tisch kommt), ein schĂŒtzendes Dach ĂŒber dem Kopf und einen warmen Platz zum Schlafen. Anstatt sich ĂŒber diese Segnungen zu freuen, jammern sie lieber ĂŒber die High-Speed-Internetleitung, die nicht funktioniert, den schlechten Handy-Empfang und den zĂ€hfließenden Verkehr auf der A3. Einen dankbaren Gedanken an die Wunder der Technik, an denen sie teilhaben dĂŒrfen, verschwenden die Menschen nicht. Als ob es gar nichts wĂ€re, innerhalb von ein paar Stunden das ganze Land zu durchfahren und dabei gleichzeitig mit jemandem zu telefonieren, der sich auf der anderen Seite der Erdkugel befindet!

Ich liege in Herrchens „rollender Kiste“ auf der RĂŒckbank, wĂ€hrend ich mir diese Gedanken mache und im Autoradio singt ein Zweibeiner namens Phil Collins „Another Day in Paradise“ – wie wahr!

Eure Gina

Heiße News

GinaWaldHĂ€nsel und Gina verirrten sich im Wald 
 uups! Falsch! Muss natĂŒrlich „Gretel“ heißen. Aber Gina klingt auch hĂŒbsch, oder?

Ich wĂŒnsche Euch einen mĂ€rchenhaft sonnigen Tag!

Wie ich mitbekommen habe, erzĂ€hlen sich die Zweibeiner liebend gerne MĂ€rchen. Leider erfinden sie hin und wieder auch solche, mit denen sie anderen Schaden zufĂŒgen können. Davon werden manche sogar in diesen bunten BlĂ€ttern gedruckt, die sie Boulevard-Zeitungen nennen – Pfui!

Wir Hundis schwindeln niemals! Wenn wir das Gebiet markieren, in dem wir unterwegs sind, hinterlassen wir nur ehrliche Nachrichten. Ich texte derzeit fleißig, dass ich lĂ€ufig bin. Bisher hat allerdings noch kein attraktiver RĂŒde auf meine Annonce geantwortet. Abgesehen von einem kleinen Beagle, der aus seinem Garten ausgebĂŒxt war. Doch mein Herrchen hat ihn verscheucht 
 grummel, grummel! Wahrscheinlich deshalb, weil er zu faul ist, sich um meinen Nachwuchs zu kĂŒmmern. Dabei könnte er den Kleinen so schöne MĂ€rchen vorlesen 😉

Bis bald und wuffige GrĂŒĂŸe

Eure heiße Gina

Couch-Potato

Gina Sofa

Sonnigen Tag! 

„Muße ist der schönste Besitz von allen“, sagte der Philosoph Sokrates. Weil ich ein schlauer Hund bin, handle ich ganz im Sinne des großen Meisters und gebe mich nach dem Spaziergang gerne der Muße auf dem Sofa hin – und dem Fernsehprogramm. Tiersendungen verfolge ich besonders aufmerksam. Da verpasse ich keine Bewegung meiner gefiederten oder bepelzten Genossen und mein Kopf schnellt hin und her wie bei einem Tennisspiel. Sehr gerne mag ich auch die „Augsburger Puppenkiste“ und Disney-Filme wegen der kreischenden und quietschenden Stimmen. Mein Herrchen kreischt und quietscht auch manchmal, wenn er seine HörbĂŒcher einspricht – oder sich aufregt, weil ich Blödsinn gemacht habe. Was natĂŒrlich gaaanz selten vorkommt. 🙂

Wuffige GrĂŒĂŸe

Eure Gina