Die Welt aus der Sicht eines Golden Retrievers

Feiern mit Freunden

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Sonnigen Tag! Darf ich euch mal eine Frage stellen? Und bitte antwortet ganz spontan! Was war euer schönstes Weihnachtsgeschenk?

Wetten, dass die meisten von euch an Handys, Videospiele, Bücher oder Schmuck gedacht haben? Klar, ich habe auch tolle Sachen bekommen, zum Beispiel einen flauschigen Biber zum Spielen und eine Schmusedecke mit „Star Wars“ Motiv.

Doch das tollste aller Geschenke gab es nicht im Laden zu kaufen: Ich durfte gemeinsam mit meinen Lieblingsmenschen unter dem Tannenbaum feiern. Nichts auf der Welt ist kostbarer als die Sternstunden, wenn wir zusammen sind. Kein noch so wertvoller Gegenstand kann uns glücklicher machen als die Geborgenheit unseres Rudels.

Reich beschenkt ist, wer eine gute Familie hat – und Freunde.

Ich habe in diesem Jahr oft Besuch bekommen von lieben Freunden. Es sind die Kameraden meines Herrchens, die auch zu meinen Kumpels und Kumpelinen geworden sind. Etwa Tante Verena, die Onkels André und Jens oder Steffen und Lisa (siehe Foto), die ein großes Herz für Tiere haben und ihre kleine Ratte Odin genauso lieb kraulen wie mich. In einem Sprichwort der Zweibeiner heißt es: „Ein Freund ist ein Mensch, der zu dir hält, selbst wenn die Welt zusammenfällt.“ Gerade in jüngster Zeit, da mein Rudel schwere Stunden durchmachen musste, haben sich die treuen Gefährten bewährt.

Herrchens allerbeste Freundin ist natürlich diese kesse, wilde Blondine mit den braunen Augen und den Schlappohren 😉

Sicher, wir sind nicht immer einer Meinung und streiten auch mal, wenn ich seiner Ansicht nach zu viele Stöckchen im Wald kaue. Aber am Ende des Tages knuddeln wir wieder und wissen, was wir aneinander haben. Einen verlässlichen Wegbegleiter auf der Reise des Lebens … Wow, bin ich heute poetisch! 🙂

Nicht umsonst nennt man uns Hundis „die besten Freunde des Menschen“. Ein hübsches Kompliment. Allerdings finde ich, dass es für alle Tiere gilt. Auch für Katzen, Wellensittiche, Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen und so weiter.

Wir verlangen so wenig und geben so viel zurück!

Darum bitte ich euch, beherzigt nur diesen einen Vorsatz für das neue Jahr: Seid nett zu uns, euren Vertrauten mit Fell und Federn.

Ein gesundes Jahr 2017 wünscht euch

Gina

Eine andere Welt

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Sonnigen Tag! Wie immer sende ich meinen Lesern diesen fröhlichen Gruß – auch wenn es um ein Thema geht, bei dem die Zweibeiner meist ernst und traurig werden.

Vor ein paar Wochen rief Steffen bei uns an, ein Freund meines Herrchens. Steffen erzählte, sein Opa sei gestorben. Während des Telefonats, lag ich in meinem Korb und kratzte mich hinter dem Ohr. Gestorben?, dachte ich. Was bedeutet das? Etwas Schlimmes?

Ich fragte Herrchen danach. „Gestorben heißt, dass jemand tot ist“, meinte er.

Die Antwort brachte mich nicht wirklich weiter. Und was bedeutet tot sein?, wollte ich wissen.

Herrchen war schon wieder dabei, eines seiner Bücher zu schreiben und hatte keine Zeit mehr, meine Neugier zu stillen.

Am 6. Dezember ist dann mein Opa gestoben, also Herrchens Vater – und da habe ich ihn wieder gefragt, was ich mir unter dem Tod vorstellen muss. Diesmal nahm er sich die Zeit, um es mir seiner Auffassung entsprechend zu erklären.

Demnach ist Tod etwas ganz Natürliches. Alles, was lebt, muss vergehen. Sonst gebe es auf der Erde eine gigantische Überfüllung. Zwar gehen die Toten nicht so ganz, weil sie eine Spur in unserem Leben hinterlassen – so wie die Rehe im Wald, denen ich gerne hinterher schnüffele. Doch wir können die Verstorbenen nicht mehr sehen und sprechen, da sie in eine andere Welt gegangen sind. Diese Welt hat viele Namen: Himmel, Garten Eden, Ahnland, Walhall oder Reich der Väter. Dort gibt es keinen Schmerz, kein Leid, keinen Kummer. Man ist frei von Stress, Ärger, Hektik, Termindruck. Im Jenseits muss niemand rennen. Krieg, Hunger und Kälte kennt man da ebenfalls nicht. Nur Liebe, Freude und Sonne.

Wau! Wenn ihr mich fragt, klingt das nach ewigen Ferien mit All-Inclusive-Bespaßung!

Ich stelle mir vor wie Opa in der anderen Welt über grüne, sonnendurchflutete Auen spaziert, ohne jemals müde zu werden, und verstehe plötzlich, warum der Tod für die Menschen so traurig ist. Sie sind schlicht und einfach neidisch, weil sie ihr Ticket für das Urlaubsparadies noch nicht einlösen können. Sie müssen sich weiter hier auf Erden mit ihren Alltagssorgen herumplagen – ohne baldige Aussicht auf grenzenlose Freiheit über den Wolken.

So trauern die Zweibeiner nicht wirklich um die Toten, denen es ja nach ihrem Umzug viel besser geht, sondern sie betrauern sich selbst und ihr eigenes Dasein. Tja, da sage noch einer, wir Hunde seien die größten Egoisten…

Im Übrigen habe ich mir sagen lassen, dass demnächst ein Fest gefeiert wird, bei dem es nicht um Geschenke, Gänsebraten und Plätzchen geht. Sondern um einen ganz besonderen Mann, der verkündet hat, dass der Tod keine Macht über uns besitzt. Nein, ich meine nicht den „Highlander“. Der Typ heißt Jesus. Sein Versprechen lautet: Das Leben hört niemals auf – genau wie die Liebe!

Frohe Festtage wünscht

Gina 

Tierischer Gottesdienst

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Einmal im Jahr zieht es mein Rudel und mich in die Benediktiner-Abtei von Münsterschwarzach. Dort lebt der bekannte Pater Anselm Grün. Der Mann schreibt viele Bücher und hat mehr Haare im Gesicht als auf dem Kopf – genau wie Herrchen 😉

Die Möglichkeit zur inneren Einkehr ist es nicht, die mein Hundeherz in Münsterschwarzach höher schlagen lässt. Wir Wauzis dürfen die Kirche sowieso nicht betreten. Ich bin trotzdem gerne dort, weil ich im klaren Wasser des Mains baden kann, frisches Gras auf den Wiesen rupfe, über die Felder tolle und mich auf dem gedüngten Acker wälze. Kurz gesagt, ich genieße die herrliche Natur.

Vielleicht ist das meine Art eines tierisch schönen Gottesdienstes. Hab nämlich gehört, dass man dazu nicht unbedingt eine Kirche braucht. Herrchen hat mir aus einem schlauen Buch namens „Thomas Evangelium“ den Satz vorgelesen: „Gottes Reich ist nicht in Gebäuden aus Stein. Spalte ein Stück Holz und ich bin da. Hebe einen Stein auf und du wirst mich finden.“

Mein Lieblingsmönch ist übrigens nicht der Anselm (obwohl der auch ganz nett ist), sondern Franz von Assissi. Der heilige Franziskus lebte im 13. Jahrhundert in ganz bescheidenen Verhältnissen und sah alle Geschöpfe der Natur als seine Geschwister an. Darum verehrt man ihn heute als Schutzpatron der Tiere und Tierärzte. Papst Franziskus hat sich nach ihm benannt, weil er ein großer Tierfreund ist. Bei seinem Amtsantritt segnete er gleich mal einen Blindenhund. Wau! Starker Typ! Der Franziskus weiß, dass Vierbeiner auch eine Seele haben. Wer`s nicht glaubt, kann ja mal das englische Wort „God“ (Gott) rückwärts schreiben. Was kommt dabei heraus? Natürlich „Dog“ – Hund!

Nehmt euch den Franz zum Vorbild, liebe Zweibeiner! Wenn ihr die letzte Zeile meiner aktuellen Gedanken gelesen habt, dann geht los und betreibt den schönsten aller Gottesdienste – knuddelt eure Tiere! Egal ob Hund, Katze, Maus … oder Ratte!

Eure Gina

In der Tierklinik

Gina GrasSonnigen Tag!

Erinnert ihr euch an die „Muppet-Show“? Da gab es immer die Sketche mit Doktor Bob in der Tierklinik – „die Geschichte eines Quacksalbers, der vor die Hunde gegangen ist.“ Ich erwähne es, weil ich neulich selbst eine Tierklinik besuchen musste. Zum Glück hat es dort keine Quacksalber gegeben und vor die Hunde bin ich auch nicht gegangen. Was war passiert?

Nun, im Grunde ist die ganze Geschichte ein wenig peinlich. Aber ich erzähle sie trotzdem. An einem sonnigen Sonntag bin ich mit meinem Rudel im Taunus spazieren gegangen und habe „Kuh“ gespielt. Das heißt, ich habe soviel Gras gefressen bis ich kotzen musste. An sich nichts Besonderes. Doch leider ist ein Grashalm in meinem Hals, irgendwo rechts hinter den Mandeln, kleben geblieben. Ich habe gewürgt, gespuckt und gehustet – das Ding wollte einfach nicht raus! Die Geräusche, die ich dabei von mir gegeben habe, sind wahrlich nicht feierlich gewesen. Ich habe mich angehört wie ein Löwe mit akuter Bronchitis! Meinem Rudel standen die Haare zu Berge! So schnell wie möglich hat mich Herrchen in die Tierklinik nach Hofheim gefahren, um mich von dem Fremdkörper in meiner Kehle befreien zu lassen. Noch im Wartezimmer habe ich drei volle Schüsseln Wasser ausgesoffen, danach gekübelt wie ein Reiher – und „platsch“ ist ein harter Grasfaden rausgeflutscht. Endlich! Juhu! Mein Husten war wie weggeblasen. Patientin geheilt, kein Arzt nötig. Also ab ins Auto und nach Hause.

Weil ich später am Abend aber wieder ein bisschen gehüstelt habe, ist Herrchen doch noch mal mit mir in die Klinik gedüst (Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste). Während wir zwei bis drei Stunden auf den gestressten Doktor Bob gewartet haben, der mit fiebrigen Wauzis und Kätzchen alle Hände voll zu tun hatte, lösten sich bei mir alle Symptome wie von Zauberhand in Luft auf. Als eine nette Ärztin dann Zeit für mich hatte, wälzte ich mich gerade quietschvergnügt auf dem Fußboden herum. „Du siehst ganz schön krank aus“, meinte die Tante im weißen Kittel und lächelte. Trotzdem hat sie mich natürlich untersucht, kurz in meinen Hals geleuchtet und mir eine Arznei für meinen gereizten Rachen gegeben. „Schön, dass ich heute Abend auch mal einen gesunden Hund gesehen habe“, sagte Frau Doktor Bob zum Abschied. Mein Herrchen war beruhigt und ich konnte nach all der Aufregung friedlich im Körbchen schlummern.

Übrigens: Im Wartezimmer habe ich etwas Interessantes beobachtet. Da haben sich wildfremde Zweibeiner aus völlig unterschiedlichen „Milieus“ (so nennt man das, glaube ich) angeregt miteinander unterhalten. Warum? Weil sie sich alle Sorgen um ihre pelzigen Freunde gemacht haben und man Ängste besser verkraftet, wenn man mit anderen darüber redet. „No man is an Island – niemand ist eine Insel“, hat ein berühmter Mann namens John Donne einmal geschrieben. In der Tierklinik konnte ich mich davon überzeugen. Menschen und Hunde sind gar nicht so verschieden. Wir brauchen die Gemeinschaft des Rudels, das Miteinander, den Austausch. Keiner von uns ist gerne allein – und schon gar nicht von Natur aus bissig. Dazu werden wir erst gemacht, wenn der soziale Kontakt fehlt. Oder misslingt. Wäre es nicht herrlich, wenn das alle Menschen einsehen würden, ohne dass dafür erst jemand ins Gras beißen muss?

Bis demnächst

eure Gina

Wau-Wau-Wagen

Gina BeifahrerSonnigen Tag!

Der Mai ist gekommen, die Hunde fahren aus 🙂

Ja, die rollende Kiste meines Herrchens ist jetzt ein echter Wau-Wau-Wagen. Denn seit ein paar Wochen werde nicht nur ich darin befördert, sondern auch meine Tante Kimba. Zugegeben, am Anfang habe ich ziemlich blöd geguckt, wer da noch mit einsteigt, und bin auf meinem Sitz auch ein bisschen zappelig gewesen. Aber dann haben Tante Kimba und ich uns arrangiert und die ideale Position gefunden. Meist sitzen oder liegen wir eng beieinander und kuscheln – es soll Zweibeiner geben, die ihr Auto auch zu diesem Zweck benutzen, habe ich gehört 😉

Inzwischen finde ich es sogar richtig schade, wenn meine Tante mal nicht dabei sein kann, so sehr habe ich mich an meine Beifahrerin gewöhnt. Zu zweit machen Ausflüge ins Grüne ja auch viel mehr Spaß!

Apropos Ausflug: Ein schönes Ziel für alle, die sich einen lieben Wauzi zulegen möchten, ist das Tierheim Penkta Kolja in Litauen. Die Fahrt dorthin ist gar nicht mal so weit – 14 Stunden oder so 😉

Es lohnt sich, denn die Wuschels dort sind wirklich süß und suchen dringend ein liebevolles Zuhause. Schaut euch mal meine Kollegen an auf der Facebook-Seite des Heims:

https://www.facebook.com/Penkta-Koja-Hunde-suchen-ein-Zuhause-1552027451758772/timeline

Wie ich auf diese Adresse komme? Maike, eine Autoren-Freundin meines Herrchens, engagiert sich dort vorbildlich – und sie hat in ihrem Blog auch einen lesenswerten Artikel über den kleinen Toffee geschrieben. Mehr dazu hier: http://meanwhileinlithuania.jimdo.com/der-tapfere-toffee/

Zum guten Schluss möchte ich noch zwei besonders liebe Fans von mir grüßen: Steffen und Lisa! Die beiden haben ein Foto von mir eingerahmt und in ihrem Wohnzimmer aufgehängt. Wow! Ehre, wem Ehre gebührt! 🙂

Genießt die Sonne und bis bald

eure Gina

Feiern mit Krawatte!

Sonnigen Tag!

Und eine frohe Osterzeit! Wie ihr seht, habe ich den Festbraten schon beim Wickel 🙂

Ostern ist ja das Fest der Auferstehung – und so erwacht auch mein Blog wieder zum Leben. Kaum zu glauben, aber wahr: Das ist mein erster Eintrag in diesem Jahr!

Nein, ich bin nicht gedankenlos geworden. Es liegt daran, dass Herrchen so viele andere Dinge aufschreiben muss. Hauptsächlich eine neue Krimi-Serie, die im Frankfurt der 70er Jahre spielt. Darin übernimmt ein Wauzi eine wichtige Rolle. Die Dame heißt zwar nicht Gina, sondern Abba, doch auch ihre Gedanken kann man in den Büchern lesen. Ich mag sie, weil wir uns ähnlich sind. Abba ist ein wenig verfressen, ziemlich schlau und bewacht ihren Chef, den besonnenen Kommissar Joe Platow (einen Link zur Serie findet ihr unter dem Text). Der grauhaarige Gentleman-Polizist raucht Pfeife, mag keine Pistolen und ist immer gut gekleidet mit Anzug und Krawatte. Ich persönlich habe nichts gegen Krawatten, weil ich nämlich selbst welche trage, wenn ich ausgehe. Bei uns Vierbeinern sagt man gewöhnlich „Leine“ dazu.

Leider scheinen die Wauwau-Krawatten aus der Mode zu kommen. Vor zwanzig Jahren, habe ich mir sagen lassen, konnte man viel mehr meiner Artgenossen mit dem Halsschmuck auf der Straße sehen. Ist ja auch sicherer im Verkehr, für uns und unsere Mitmenschen – besonders, wenn man wie ich in der Großstadt lebt. Damals gab es die Leinenpflicht in der City noch nicht. Trotzdem nahmen die Herrchen und Frauchen ihre Fellnasen bereitwillig „an die Kordel“. Vor allem dann, wenn ihnen ein anderer angeleinter Kläffi entgegen kam. Ist sonst unfair. Spielregeln, egal ob schriftlich fixiert oder nicht, sollten für alle gelten.

Doch inzwischen hat sich ein neuer Oben-Ohne-Trend durchgesetzt. Bei unseren Spaziergängen sehen wir immer häufiger Menschen, die ihre Hunde nackig durch die Gegend springen lassen und dadurch ihre Lieblinge und andere in Teufels Küche bringen. Obwohl heutzutage die Krawattenpflicht in den Städten herrscht – oder gerade deswegen? Könnte es sein, dass die Zweibeiner aus Trotz immer genau das Gegenteil von dem tun, was sie machen sollen? Sehen sie Regeln grundsätzlich als Freiheitsberaubung an und widersetzen sich mit Absicht? Ist Rücksichtnahme keine Selbstverständlichkeit, die man eigentlich gar nicht verordnen müsste?

Also, ich würde mich nie derart kindisch aufführen. Wenn Herrchen etwas von mir verlangt, reagiere ich sofort – sofern ich es möchte 😉

Bis hoffentlich bald!

Eure Gina

Link zum Krimi „Kommissar Platow“

Feste feiern

Gina X-Mas

Alles Gute für mich! Hoch soll ich leben, dreimal hoch!

Heute, am 18. Dezember, feiere ich meinen Geburtstag. Ich werde schon drei Jahre alt! Wuff, wie die Zeit vergeht …

Einige meiner Wurfgeschwister aus der Redpine Zucht haben bereits an Ausstellungen und Wettbewerben teilgenommen und Auszeichnungen gewonnen. Streber!

Ich bin und bleibe der Klassenclown, der lieber lustige Mützen aufsetzt als sich vor Preisrichtern zu präsentieren. Mir sind Trophäen und Diplome egal. Die Gesellschaft der Zweibeiner legt ohnehin zu viel Wert auf Leistungen. Als ob nur der liebenswert ist, der etwas Herausragendes zustande bringt.

Ich habe von einem Typen gehört, dem ging es ähnlich wie mir. Seine liebsten Beschäftigungen waren essen und spazieren gehen. Na ja, zwischendurch hat er noch ein bisschen geredet. Aber er hat nichts von dem erreicht, was viele Zweibeiner heutzutage als Erstrebenswert ansehen. Er hatte keinen hoch bezahlten Job, keine Aktienpakete, keine Villa und kein teures Auto. Er war nie in einem politischen Amt, trat in keiner Talkshow auf, produzierte keine Filme, Musik oder Bücher. Ja, er hatte noch nicht mal eine eigene Familie, soweit ich weiß. Er war ein einfacher Handwerker. Und trotzdem hat dieser Mann den Menschen Freude geschenkt, so wie ich meinem Rudel. Einfach, weil er da war und gezeigt hat, wie schön alles sein kann, wenn man sich lieb hat. Dadurch hat er mehr erreicht als all die Verrückten von heute, die glauben, man müsse die Welt mit Gewalt verändern.

In ein paar Tagen hat dieser holde Knabe auch Geburtstag und ich freue mich darauf, unterm Tannenbaum mit ihm zu feiern. Er wird 2015 Jahre alt, oder so ähnlich. Ich wünsche mir von ihm für jedes Jahr einen Pansenstengel – und wenn ich die alle verputzt habe, beschere ich meinem Herrchen wieder eine Fahrt zum Onkel Doktor – HO HO HO! 🙂

Frohes Fest euch allen!

Eure Gina